Tanzenberg
Ehemaliges Olivetanerkloster
Tanzenberg, 9063 Maria Saal
Tanzenberg  © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Tanzenberg - Romanisierende Kirche von 1898 und Kloster.
Ansicht von Südwesten. ;um 1930
 © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Das ehemalige Kloster Tanzenberg liegt in der Gemeinde Sankt Veit an der Glan in Kärnten, Österreich. Die aus einer mittelalterlichen Burganlage hervorgegangene, denkmalgeschützte Schlossanlage wird heute als Schulgebäude genutzt.
Geschichte
Tanzenberg  © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Klosteranlage Tanzenberg - Übersicht. Flugbild von Nordosten. ;um 1930.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Das Schloss wurde erstmals im Jahre 1247 erwähnt. Die Brüder Siegmund und Wolfgang von Keutschach begannen 1515 mit dem Bau der heutigen Burganlage. Das Schloss, angelegt in vier Trakten um einen rechteckigen Hof, zählt zu den bedeutendsten Renaissance-Anlagen Österreichs.

Im 19. Jahrhundert verfielen die Gebäude. Schon 1802 war deren bedeutendstes Kunstwerk, ein hexagonales Brunnenmonument, dessen Reliefplatten Szenen aus Ovids Metamorphosen meisterhaft ins Bild setzen, aus dem Arkadenhof entfernt und auf den Hauptplatz von Friesach verbracht worden, wo es heute noch steht. Im Jahre 1891 erwarb Georg von Gutmannsthal das Schloss, seit 1898 wurde um- und wiederaufgebaut. Die beiden unteren Geschosse entsprechen der Bausubstanz aus dem 16. Jahrhundert. Im Nordosttrakt wurden Bauteile der mittelalterlichen Burg erhalten. Im ersten und zweiten Geschoss ist der Hof von Renaissancearkaden umgeben. Als das Schloss 1898 von den Olivetanern als Kloster erworben wurde, wurde statt des Festsaales an der Südwestflanke dort 1898 eine Kirche errichtet, in der Fresken von Valentin Oman zu sehen sind, die den Kreuzweg Jesu Christi darstellen.
Tanzenberg  © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Tanzenberg - Nordportal, Mitte des 16. Jh. ;um 1925.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Olivetaner bzw. Olivetanerinnen, eigentlich Benediktinerkongregation von Monte Oliveto, (lat. Fratres eremitae de monte Oliveti, Congregatio Sanctae Mariae montis Oliveti, Mönche von Monte Oliveto oder vom Ölberg, Ordenskürzel: OSBOliv) sind ein Zweigorden des Benediktinerordens. Sie bilden zusammen mit anderen benediktinischen Klosterverbänden die Benediktinische Konföderation.
Gestiftet wurde diese, zu den weißen Benediktinern gezählte Kongregation von den sienesischen Edelleuten Bernardo Tolomei (* 1272, † 1348), Patrizio Patrizi und Ambrogio Piccolomini am 26. März 1319, als in Italien eremitische Bewegungen stattfanden. 1960 schloss sich die Kongregation der Benediktinischen Konföderation an. Das Mutterhaus der Olivetaner ist die Abbazia di Monte Oliveto Maggiore in der toskanischen Provinz Siena.

Das Kloster ging mit Ende des Zweiten Weltkrieges in den Besitz des Ordinariats Gurk über. Heute gehört das Schloss der Diözese Gurk. Die Gebäude werden als humanistisches und neusprachliches Gymnasium genutzt, dem Bundesgymnasium und Marianum Tanzenberg.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Schloss_Tanzenberg" der
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