Taufe
Taufe © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Taufe der Heiligen Odilia
Straßburg ;Die Heilige kniet vor dem Taufbecken, während Bischof Erhard von
Regensburg, im Beisein von Bischof Hildulf von Trier, das Taufwasser über
ihr Haupt gießt. Lithografie. ;um 1850
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Die Taufe ist ein christlicher Ritus, der seit der Zeit des Neuen Testaments besteht. Die Auffassungen über Voraussetzung, Durchführung und Wirkung der Taufe sind in den christlichen Kirchen und Gemeinschaften verschieden; sie kann die Eingliederung in die Gemeinschaft der Christen oder ein öffentliches Glaubensbekenntnis bedeuten. Vollzogen wird die Taufe durch Übergießen des Täuflings mit Wasser oder das Untertauchen im Wasser. Dabei wird eine Taufformel gesprochen.

Manche Kirchen verstehen die Taufe als einen Ritus, welcher die Reinigung von religiös definierter Schuld (Sünde bzw. Erbsünde) beinhaltet und in der Folge die persönliche Erfahrung einer Gottesnähe ermöglicht. Die symbolische Taufhandlung gilt als Teilhabe an der Sündenvergebung durch den Tod Christi am Kreuz und wird als die „Eingliederung in den gestorbenen und auferstandenen Christus“ und damit als Eingliederung in die kirchliche Gemeinschaft begriffen. Eine weitere Analogie ist die „Neugeburt zur Gotteskindschaft“ u. a. als Voraussetzung zur Jüngerschaft bzw. Nachfolge (v. a. im evangelikalen Bereich). Andere sehen in ihr eher eine symbolische Handlung, die die genannten Vorgänge nicht bewirkt, sondern sie lediglich bezeichnet.

Auch in der Taufpraxis unterscheiden sich die christlichen Kirchengemeinschaften. Während in vielen Kirchen die Kindertaufe die Regel ist, wird in anderen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften ausschließlich die Gläubigentaufe praktiziert. Auch in formaler Hinsicht unterscheidet sich die Taufpraxis der christlichen Kirchen. Während die einen den Täufling mit Wasser übergießen, wird bei den anderen der zu Taufende vollständig in Wasser eingetaucht. Die verwendete Taufformel weist in der Praxis der verschiedenen Kirchen ebenfalls Unterschiede auf. Fast alle taufen „auf den“ (oder „in den“ bzw. „im“) „Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ (nach dem Vorbild des biblischen Taufauftrags Jesu (Mt 28 EU)), einige wenige kirchliche Gemeinschaften taufen hingegen (nach dem Vorbild der Apostelgeschichte) lediglich „auf den Namen Jesus“.
Taufe © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Karl der Große zwingt die besiegten Awaren, den christlichen Glauben
anzunehmen, und lässt die Peterskirche bauen.
Feder- und Pinselzeichnung in Braun, laviert, mit Weißhöhungen von Karl Ruß.
Blatt 31 aus dem Zyklus „Bilder zur Geschichte von Wien“. nach 1825.
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Das griechische Wort für taufen im Neuen Testament ist baptízein (βαπτίζειν) und bedeutet so viel wie ein- oder untertauchen. Es ist in diesem Sinne in der griechischen Literatur seit Platon (4. Jh. v. Chr.) belegt. In der Septuaginta, der griechischen Übersetzung des Alten Testaments, kommt der Ausdruck baptízein (βαπτίζειν) nur viermal vor. Nur einmal, im 2. Buch der Könige 5,14 EU, bezieht es sich auf das Untertauchen eines Menschen zur rituellen Reinigung. Flavius Josephus verwendet den Begriff baptismós (βαπτισμός) – Taufe – im Zusammenhang seines Berichtes über Johannes den Täufer. In der ersten germanischen Bibelübersetzung, der gotischen Bibel von Wulfila aus dem 4. Jahrhundert, wird baptizein mit daupjan übersetzt – das ebenso wie das griechische Wort „eintauchen“ bedeutet – und durch die spezifische christliche Bedeutung „durch Untertauchen zum Christen machen“. Wie das gotische Wort gehen das altnordische deypa, das altenglische dyppan und das althochdeutsche toufen alle etymologisch auf das Wort (in neuhochdeutscher Wiedergabe) „tief“ zurück, mit dem auch der Wortstamm „tauchen“ zusammenhängt. Das Wort Taufe wurde stark von der christlichen Tradition geprägt und wird deshalb meist mit christliche Taufe gleichgesetzt.
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Taufe Jesu
F. Werner, Wien ;Lithografie.
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Ganze Textseite mit Miniatur:
Taufe von Heidenkindern durch
den Heiligen Wenzel ;1585.
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Der aussätzige Naaman tauchte auf Befehl des Propheten Elischa siebenmal im Jordan unter, um seine Krankheit zu heilen und die Reinheit zurückzugewinnen (2 Kön 5,EU EU). (Auf die Heilung des Naaman nahm Jesus in der Darstellung des Lukas Bezug: Lk 4,27 EU.) Auch der Psalmist erwähnt sowohl eine innere Reinigung („Entsündigung“) mit Ysop als auch eine Waschung zur körperlichen Reinheit in Psalm 51,9 EU; in diesem Vers werden Waschung und die Vergebung der Sünde miteinander in Verbindung gebracht. Die Taufe wird im Neuen Testament als etwas Bekanntes vorausgesetzt. Sie wird verstanden als das Zeichen des Neuen Bundes, das in vielfältiger Weise seine „Vorzeichen" im Alten Bund hat; dazu gehört das Schweben des Geistes Gottes über dem Wasser der Urflut im Anfang (Gen 1,2 EU); die Sintflut (als Aufbrechen der „Quellen der gewaltigen Urflut“: Gen 7,11 EU) und Rettung in der Arche Noah (Gen 6-8; vgl. 1 Petr 3,20f EU; 2 Petr 2,4f EU); der Exodus oder Durchzug durch das Rote Meer als Befreiung aus Ägypten (Ex 13,17 – 14,31); das Überschreiten des Jordan mit dem Einzug des Volkes Gottes in das gelobte Land, geführt von Josua (vgl. Jos 3,1-17 EUJos 3,1-17), sowie das Bundeszeichen der Beschneidung (Gen 21,4 EU).
Johannestaufe
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Taufe Christi
Kupferstich von Paul Gleditsch nach
Gemälde von Guido Reni. um 1827:
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Taufe Christi
Radierung von Blau, Anfang 19.Jh.
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Die erste Taufe, die im Neuen Testament erwähnt wird, ist die Taufe durch Johannes. Er erhielt deshalb den Beinamen der Täufer. Johannes vollzog die Taufe im Wasser des Jordan, sie war mit einem Sündenbekenntnis und mit der Umkehr (Buße) verbunden und geschah als Zeichen der Umkehr (Mt 3,6 EU, Mk 1,4f EU, Lk 3,3ff EU); alles zusammen geschah zur Vergebung der Sünden (Mk 1,4 EU).

Jesus ließ sich nach den übereinstimmenden Berichten der Evangelien von Johannes taufen. Auch einige der späteren Jünger und Apostel wurden von Johannes getauft und auf Jesus, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt trägt, aufmerksam gemacht (Joh 1,29 EU, Joh 1,36 EU). In der Folgezeit tauften nach Joh 4,1f EU sowohl Jesu Jünger als auch Johannes. Jesus selber hat zwar die Jünger beauftragt, alle Menschen zu taufen; er selber hat nicht getauft.

In der Apostelgeschichte 19,1–7 EU, wo Paulus in Ephesus auf einige nicht näher bezeichnete Jünger trifft und ihnen in der Taufe den Heiligen Geist spendet, wird deutlich, worin sich Johannestaufe und christliche Taufe unterscheiden: Nachdem die Jünger dort von ihrer Johannestaufe berichtet haben, erklärt Paulus ihnen, dass Johannes mit einer Taufe der Umkehr getauft und dazu aufgerufen habe, dass das Volk an den glauben solle, der nach ihm kommen werde, nämlich an Jesus Christus. Daraufhin ließen sich die Jünger des Johannes noch einmal taufen. Unterscheidende Kennzeichen der christlichen Taufe sind dort die Gabe des Heiligen Geistes und die Taufe auf den Namen Jesu Christi.
Taufe in der Urgemeinde
Das Matthäus-Evangelium endet mit dem so genannten
Tauf- oder Missionsbefehl Christi:

„18 Und Jesus trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. 19 Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes 20 und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“
Evangelium nach Matthäus 28,18-20 LUT

Die Taufformel „auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ kommt nur in diesem im Evangelium enthaltenen „Taufbefehl“, nicht aber in den Tauferzählungen der Apostelgeschichte und der Briefe des Paulus, vor. Dort, wo die Taufhandlung selbst näher beschrieben wird, lautet die Taufformel schlicht: „auf den Namen Jesu Christi“ (Apostelgeschichte 2,38 EU; 8,16 EU; 10,48 EU; 19,5 EU; Röm 6,3 EU und Gal 3,27 EU). In seiner Pfingstpredigt ruft der Apostel Petrus öffentlich zur Taufe auf. Er verheißt denen, die umkehren und sich zur Vergebung der Sünden taufen lassen, dass sie den Heiligen Geist geschenkt bekommen:

„38 Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes. 39 Denn euch und euren Kindern gilt diese Verheißung und allen, die fern sind, so viele der Herr, unser Gott, herzurufen wird.“
Apostelgeschichte des Lukas 2,38-39 LUT

Philippus predigte von Jesus Christus und die gläubig Gewordenen ließen sich taufen (Apg 8,12 EU). In der Apostelgeschichte 8,31 EU wird der Kämmerer der äthiopischen Königin Kandake, der sog. Eunuch der Kandake, von Philippus nach seinem biblischen Verständnis gefragt. Der Kämmerer antwortet mit: „Wie könnte ich es, wenn mich niemand anleitet?“. Nachdem ihm das Evangelium von Jesus gepredigt wurde, wird er durch Philippus getauft.

Paulus erklärt im Römerbrief 6,3ff EU die Taufe als „Begrabenwerden“ und „Neuwerdung des Lebens“. In seiner Auffassung ist sie ein Nachvollzug des Begräbnisses und der Auferstehung Jesu. Dort findet sich auch ein Beleg für die Praxis der Taufe durch Untertauchen.

Die Taufe ist eng mit der Gabe des Heiligen Geistes verbunden. Johannes der Täufer wies auf Jesus Christus hin, der mit heiligem Geist und Feuer tauft (Mt 3,11 EU). Petrus verkündigte den Geistempfang als Folge von Umkehr und Taufe (Apg 2,38f EU). Als der heilige Geist auf den ungetauften Hauptmann Kornelius und andere Nichtjuden, die sich mit ihm versammelt hatten, fiel, überzeugte dies die Judenchristen, dass auch Nichtjuden getauft werden dürfen, weil der heilige Geist auch auf sie ausgegossen wurde (Apg 10,45 EU).
Wesen der Taufe
Taufe © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Taufe von Kronprinz Rudolf in Laxenburg:
Kardinal Fürsterzbischof Josef Othmar von Rauscher gießt das Wasser
über den vom Taufpaten, seinem Großvater Erzherzog Franz Karl gehaltenen
Täufling; dazu Bildnismedaillons des Kaiserpaares und allgegorischer Figuren
zu Seiten der Taufszene. Lithografie von Johann Schmickl.
Text: 'Des Kaisers Stolz - Die Hoffnung Seiner Völker' etcetera. / ;1858-08-23
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
In der Taufe wird der Täufling gemäß der Lehre des Apostels Paulus in Christi Tod getauft und mit Christus „begraben in den Tod“. Der Vollzug der Taufe bezeichnet damit die sicht- und erlebbare „Schwelle“ zwischen dem alten Sein des Menschen in der Sünde und dem neuen Sein seines Lebens in Christus. Ihr Wasser „tötet“ und „schenkt Leben“ zugleich. Mit ihr erhält der Getaufte Anteil an Christi Auferstehung (vgl. Römer-Brief, Kapitel 6 EU). Gleichzeitig wird er Teil des universalen Leibes Christi durch die Taufe im heiligen Geist (1.Korinther 12,13 EU). Die Taufe ist Ausdruck des göttlichen Versöhnungshandelns durch Kreuz und Auferstehung Christi.

Wie dieses in Christus „ein für allemal“ zum Heil der Welt geschehen ist, so geschieht auch die Taufe zum Heil des Täuflings und bedarf keiner Wiederholung. Die Bibel erzählt nur in Apostelgeschichte 19,3-5 EU eine nochmalige Taufe, weil die erste Taufe dort keine christliche gewesen ist, sondern die Taufe des Johannes. Unterscheidende Kennzeichen der „christlichen“ Taufe sind dort das Wirken des Heiligen Geistes in ihr und die Taufe auf den Namen Jesu Christi.

Der Glaube ist dabei Voraussetzung zum Erlangen des Heils; die Taufe ist eine Folge des Glaubens, sie kann dem Glauben aber auch vorausgehen. Als Geschehen im Heiligen Geist macht sie ihn der Rechtfertigung teilhaftig und bezweckt zugleich den Wandel in einem neuen Leben, das von der Knechtschaft in die Freiheit der Kinder Gottes und von der Sünde in den Dienst der Gerechtigkeit und in die Heiligung führt.

Petrus erklärt, dass in der Taufe nicht der Schmutz vom Leibe abgewaschen wird, sondern dass die Taufe die Bitte zu Gott um ein reines Gewissen ist, indem Jesus Christus von den Toten auferstanden ist (1 Petr 3,21 EU).
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Frau mit Baby bei der Taufe, Priester. Fotoreportage 'Landhebamme'; Scheidl 1953.
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Die römisch-katholische Kirche nennt die Taufe die Grundlage des ganzen christlichen Lebens, das Eingangstor zum Leben im Geist und zu den anderen Sakramenten. Es gibt zwei unterschiedliche liturgische Ordnungen: (1) die „Eingliederung Erwachsener in die Kirche“ (mit einer besonderen Form für Kinder im Schulalter) und (2) die „Feier der Kindertaufe“ (für jüngere Kinder). Die Taufe kann sowohl innerhalb wie außerhalb der Heiligen Messe, gespendet werden. Besonders empfiehlt sich seit alters her die Taufe in der Feier der Osternacht.

Wird die Taufe außerhalb der Heiligen Messe gespendet, so findet sie dennoch als liturgische Feier statt. Nachdem der Täufling mit dem Kreuz bezeichnet worden ist, werden Lesungen vorgetragen, etwa das Evangelium von der Taufe des Herrn. Da der Täufling in die Gemeinschaft der Heiligen aufgenommen wird, werden die Heiligen in der Allerheiligenlitanei um ihre Fürbitte angerufen. Es schließt sich der Taufexorzismus und die Salbung mit Katechumenenöl an. Vor der Taufe erfolgt die Heiligung des Taufwassers durch das Weihegebet („Lob und Anrufung Gottes über dem Wasser“). Dem Bekenntnis des christlichen Glaubens geht die Abrenuntiatio diaboli, die Absage an den Satan und das Böse, voran.

In der römisch-katholischen, altkatholischen und auf Wunsch auch in der anglikanischen Kirche folgt auf das Sakrament der Taufe die Salbung mit Chrisam; sie verweist auf den Christus-Namen sowie auf die Salbung der Könige, Priester und Propheten im Tanach und stattet die Getauften aus mit einer besonderen Kraft des Heiligen Geistes. Es handelt sich nicht um das Sakrament der Firmung. Dennoch dient der Ritus als Vorausdeutung der Firmung und entfällt bei Erwachsenentaufen, wenn während derselben Feier die Firmung gespendet wird.
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Familie am Weg zur Taufe. Fotoreportage 'Landhebamme'; Scheidl 1953.
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Danach wird ein weißes Kleid (Taufkleid) überreicht (vgl. Weißer Sonntag), das die unschuldige Reinheit des in der Taufe von allen Sünden Befreiten symbolisiert, der in der Taufe Christus „angezogen“ hat Gal 3,27 EU. Der Brauch, eine Taufkerze zu entzünden und zu überreichen, verweist auf das Gleichnis der klugen Jungfrauen, die dem Herrn mit einer Lampe entgegengehen. Bei der Taufe wird dann der Effata-Ritus vollzogen und für den Täufling gebetet. Deutete die Chrisam-Salbung die Firmung voraus, so wird das dritte Initiationssakrament, die Erstkommunion, bei der Kindertaufe nunmehr dadurch angedeutet, dass die anwesende Gemeinde zum Altar, dem Ort des Messopfers, zieht. Dort werden ein Vater unser und ein Ave Maria gebetet und der Segen gespendet. Nach Lehre der römisch-katholischen Kirche wirkt die Taufe ex opere operato („aufgrund des vollzogenen Werkes“), denn: „Gegenwärtig ist er [Christus] mit seiner Kraft in den Sakramenten, so daß, wenn immer einer tauft, Christus selber tauft“ (Sacrosanctum Concilium Art. 7).
Taufe © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Taufbrunnen mit romanischem Relief in der Taufkirche San Giovanni in Fonte.
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Das wesentliche, äußerlich sichtbare Element der Taufe ist Wasser. Die Taufform des Urchristentums, durch Untertauchen, symbolisiert das „Begrabenwerden und Auferstehen mit Jesus Christus“. Die Deutsche Bischofskonferenz hat in diesem Zusammenhang erklärt: „Man kann durch Untertauchen oder durch Übergießen taufen. Die Taufe durch Untertauchen ist besser geeignet, die Teilnahme am Tod und an der Auferstehung Christi auszudrücken. In unseren Verhältnissen wird es im Allgemeinen bei der Taufe durch Übergießen bleiben.

Hinsichtlich der Taufformel gibt es in der Einleitungssequenz geringe Unterschiede, während der weitere Verlauf „… Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ in den meisten Kirchen identisch ist. In den römisch-katholischen und anglikanischen Kirchen wird die Einleitung mit den Worten „N.N., ich taufe dich im …“, im ostkirchlichen Ritus „Der Diener Gottes N.N. wird getauft im…“ und schließlich nach Martin Luther „N.N., ich taufe dich auf den …“ gesprochen.
Taufe © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung Taufe © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Münster in Basel, Schweiz.
Taufbecken ;um 1900.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Dom von Pisa.
Innenansicht Baptisterium.
Kanzel und Taufbecken.
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Taufe © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung Taufe © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Dom zu Salzburg: Taufbecken:
Figurendetail mit Löwe. Bronze.
Von Meister Heinrich 1321 gegossen.
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Gotischer Taufstein mit Deckel
von Paul Mödlhamer (1680-1743),
datiert 1772. Pfarrkirche in
Köstendorf, Salzburg.
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Im griechischen Urtext (Mt 28,18-20 EU) steht εις mit Akkusativ, was eine Richtung oder einen Zweck angibt (in … hinein; zu). Deutlicher wird Paulus im Römerbrief 6,3ff EU, dass jene, die „auf“ (eis) Jesus Christus getauft sind, „in seinen Tod hinein“ (εις τόν θάνατον αυτοῦ, eis tòn thánaton autoû) getauft sind.

Die Taufe wird in der Regel von einem Geistlichen durchgeführt, im Notfall kann jedoch in vielen Kirchen auch ein Laie eine gültige Taufe spenden. In der römisch-katholischen Kirche ist die Spendung der Taufe im Notfall sogar durch „jeden, von der nötigen Intention geleiteten Menschen“ möglich. Der Taufspender gießt Wasser über den Kopf des Täuflings und spricht dabei:

 „Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“


Bei der Taufe „im/auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ handelt es sich also darum, dass der Täufling in Christus hineingenommen wird und teilhat an dessen Tod und Auferstehung.
 
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