Tischgebete
Das Tischgebet ist ein Segen über die Speisen sowie ein Dank, der zu Beginn, seltener auch am Ende einer Mahlzeit, an Gott gerichtet wird.

Das christliche Tischgebet hat seine Wurzeln in der jüdischen Berachá: Gepriesen (baruch) bist du, JHWH unser Gott, Schöpfer der Welt, für Speise und Trank: Durch sie gewährst du uns Leben und Freude. Gepriesen bist du in Ewigkeit. Die beiden Aspekte Dank und Segen sind darin noch eins. Hebr. barúch kann, wie griech. eulogetòs und lat. benedictus, sowohl als Preisung auf Gott wie als Segen auf Geschöpfe und Geschaffenes bezogen werden. Die Preisung Gottes über den Gaben segnet zugleich diese zu heil- und nutzbringendem Gebrauch.

Denn jedes Geschöpf Gottes ist gut und nichts verwerflich, wenn es mit Danksagung genommen wird; denn es wird geheiligt durch Gottes Wort und durch Gebet.
(1 Tim 4,4-5 ELB).

Die weitere Entwicklung im Christentum und der deutsche Sprachgebrauch zeigen das Auseinanderfallen, aber auch die bleibende Zusammengehörigkeit von Segen und Gotteslob im Tischgebet. Das feierliche Tischgebet in größerer Gemeinschaft besteht in der Regel aus Psalmworten (v.a. Ps 104,27ff) und dem Gloria Patri, dazu können freie oder geprägte Gebete treten. Zum katholischen Brauch gehört das einleitende und abschließende Kreuzzeichen.

Zu den bekanntesten Tischgebeten gehören:
Segne, Vater, diese Speise,
uns zur Kraft und dir zum Preise.
Komm, Herr Jesus, sei unser Gast
und segne, was du uns bescheret hast.
Alle guten Gaben,
alles was wir haben,
kommt, o Gott, von dir;
wir danken dir dafür.
O Gott, von dem wir alles haben,
wir preisen dich für deine Gaben.
Du speisest uns, weil du uns liebst;
o segne auch, was du uns gibst.
Jedes Tierlein hat sein Essen,
jedes Blümlein trinkt von dir,
hast auch unser nicht vergessen,
lieber Gott, hab Dank dafür.
In katholischen Familien wird auch das Angelus-Gebet (Der Engel des Herrn) als Tischgebet gesprochen. Das Läuten der Kirchturmglocke morgens, mittags und abends soll an das Beten des Angelus erinnern.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Tischgebet" der
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