Urchristentum
Urchristentum - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0)
Diakon Timon; circa 985.
Timon war einer der sieben Diakone, die in der Jerusalemer Urgemeinde für den Dienst als Diakon und die Versorgung der Gemeindemitglieder zuständig waren (Apg 6,1 EUff.) Der Überlieferung zufolge missionierte Timon später in Aleppo und reiste dann über Zypern nach Korinth. Hier erlitt er das Martyrium durch die Kreuzigung. Timon wird in der katholischen und der orthodoxen Kirche als Heiliger verehrt; der gemeinsame Gedenktag der sieben Diakone ist der 28. Juli.
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Die Kirchengeschichte beginnt ungefähr mitte des ersten Jahrhunderts mit der Entstehung einer Kirche oder Gemeinde von Anhängern des Jesus von Nazaret. Als Urchristentum oder apostolisches Zeitalter bezeichnet man die ersten Jahrzehnte des Christentums vom ersten Pfingsten bis zur Abfassung der letzten später in das Neue Testament aufgenommenen Schriften (um 130). Einige Kirchen wurden in dieser Zeit noch von Aposteln und ihren direkten Schülern geleitet, zum Beispiel die Gemeinde in Jerusalem von Jakobus dem Gerechten, die Gemeinde in Ephesus vom Apostel Johannes und die Gemeinde in Alexandria von Johannes Markus.
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Petrus und Paulus als Gravur in einer römischen Katakombe, 4. Jahrhundert.
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Zeugnisse wie etwa die Erscheinungen des Auferstandenen in Galiläa (Mk 14,28; Mk 16,7) führen dazu, dass Theologen wie Norbert Brox über sehr frühe christliche Gemeinden spekulieren, die es möglicherweise schon vor der Kreuzigung außerhalb Jerusalems gegeben habe, das "Urchristentum" also nicht als eine urchristliche Gemeinde in Jerusalem gedacht werden dürfe, von der allein aus die spätere Entwicklung eingesetzt habe. Unter dieser Annahme wäre der Begriff des Urchristentums nicht erst vom ersten Pfingstfest an berechtigt, sondern wäre bereits seit den ersten Jüngerberufungen in Galiläa berechtigt.
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Auferweckung der Tochter des Jairus, Codex Egberti.
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Das Christentum breitete sich vor allem durch die griechischsprachigen „Hellenisten“ schnell nach Samaria und Antiochia aus, wo die Anhänger der neuen Religion zuerst Christen genannt wurden (Apg 11,26), dann nach Zypern, Kleinasien, Nordafrika, Griechenland und Rom. Die einzelnen Kirchen waren durch Briefe und reisende Missionare miteinander verbunden.

Im 1. Jahrhundert fand die graduelle Abspaltung des Christentums vom Judentum statt, mit einem scharfen Schnitt nach der Eroberung Jerusalems im Jahr 70, und parallel dazu kam es zu den Auseinandersetzungen zwischen Judenchristen und Heidenchristen, bei denen es im Wesentlichen darum ging, wie weit nichtjüdische Christen ans jüdische Gesetz gebunden sind. Diese Auseinandersetzungen fanden eine erste Lösung im Apostelkonzil.
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Eucharistische Fische, Wandmalerei aus der Calixtus-Katakombe, 2./3. Jahrhundert.
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Ebenso entstanden in dieser Zeit die Briefe, Evangelien und übrigen Schriften des neuen Testaments und kamen nach und nach in den liturgischen Gebrauch parallel zu den von Anfang an verwendeten Schriften des Alten Testaments.
Apostolische Väter
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Hortus Deliciarum, Die Kreuzigung Jesu Christi; circa 1180.
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Apostolische Väter heißen die frühen Kirchenväter, die noch direkten Kontakt zu Aposteln hatten oder von diesen stark beeinflusst wurden. Die Quellen bezüglich dieser Zeit sind ziemlich begrenzt. Relativ wenige Texte und Biografien sind erhalten.

In dieser Zeit entwickelt die Kirche sich zur Bischofskirche, wobei die Bischöfe damals Vorsteher einer örtlichen Gemeinde waren. Die Schriften des Neuen Testaments zirkulierten in verschiedenen Sammlungen in den Gemeinden. Das Christentum wurde nach und nach vom römischen Staat als eigenständige nichtjüdische Gruppe wahrgenommen.
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Kirchengeschichte" der
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