Stift Viktring
Ehemaliges Kloster der Zisterzienser
Stift-Viktring-Straße 25, 9073 Viktring
Stift Viktring © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Stift Viktring bei Klagenfurt.
Pinsel- und Federzeichnung in Grau und Schwarz,
laviert, über Bleistift von Ludwig Willroider. Vorzeichnung zum „Kronprinzenwerk“
(Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild, Wien 1886–1902),
Bd. „Kärnten und Krain", 1891.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Das Stift Viktring war ein Kloster der Zisterzienser (OCist) und ist nun mit der Stiftskirche und der Florianikirche in Stein eine römisch-katholische Pfarre im 13. Klagenfurter Bezirk Viktring in Kärnten.
Geschichte
Stift Viktring © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Kloster und zweiter Hof.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Stift Viktring wurde 1142 von Mönchen des Zisterzienser-Ordens aus dem Kloster Villers-Bettnach gegründet; möglich wurde dies durch eine großzügige Schenkung des Grafen Bernhard von Spanheim und dessen Ehefrau Kunigunde. Der Name der Gründung leitet sich entweder von Victoria (Sieg) oder dem Ortsnamen Vitrin ab. Am 20. April 1142, einem Ostermontag, brach die für Viktring ausgewählte Mönchskolonie von ihrem Kloster Weiler-Betnach auf. Im darauffolgenden Jahr wurde am 13. Mai Eberhard als erster Abt des Stiftes eingesetzt. Nach 60 Jahren konnte Erzbischof Eberhard II. 1202 die Klosterkirche weihen.
Stift Viktring © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Marienbrunnen (1675) im ehemaligen Klosterhof. Winterbild 1916.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Um 1220 kaufte das Kloster Viktring in Marburg an der Drau ein Haus; die Ankäufe vermehrten sich, so dass Kloster Viktring zu einem der größten städtischen Grundbesitzer wurde. 1488 gehörten dem Kloster 28 Häuser in der Stadt und Weingärten in der Untersteiermark. Johann VI. lässt 1488 den gesamten Klosterbesitz auf der Grundlage eines älteren Urbars in ein neues übertragen. Mehr als 50 Huben konnten nicht mehr eruiert werden. Noch immer kehrt der Friede nicht ein, eine Visitation jagt die andere, es gibt einen zweiten Abt, doch schließlich vermag sich Abt Johann doch zu behaupten.
Stift Viktring © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung   Stift Viktring © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Gothisches Glasfenster
in der Klosterkirche.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Grabschrift an der Aussenmauer
der Apsis.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Benedikt II. Mulz (1720 – 1763) beginnt den weitgehenden Neubau der Klosterobjekte. Es werden sogenannte Kaiserzimmer für höchsten Besuch eingerichtet. In Klagenfurt kommt es zum Bau des Viktringer Hofes in der Karfreitstraße 1. Anlässlich der Erbhuldigung Kaiser Karls VI. wurde der Viktringer Abt mit der Würde eines Erblandhofkaplans bedacht.
Stift Viktring © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung Stift Viktring © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Pfarrkirche (Unsere Liebe Frau):
Hochaltar.
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Pfarrkirche (Unsere Liebe Frau):
Einblick in das nördliche Seitenschiff.
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Stift Viktring © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung   Stift Viktring © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Pfarrkirche (Unsere Liebe Frau):
Schrägblick auf die Südwand.
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Pfarrkirche (Unsere Liebe Frau):
Blick in die Querhauskapelle.
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Das Kloster bewirtschaftete etwa 20 Fischteiche. Das Abfischen brachte hohe Erträge. In einem Zeitraum von drei Jahren waren es im Klostergraben 517 Karpfen, 78 Hechte und 32 Waller, im Wintschacher Teich 1030 Karpfen, 212 Hechte und 46 Waller und im großen Steiner Teich 1569 Karpfen, 170 Hechte und 80 Waller. Die Meierei umfasste zu dieser Zeit in Viktring 64 Joch Ackerland, 123 Joch Wiesen und Weiden, mehrere Waldungen und die Maierniggalm. Der Viehbestand setzte sich zusammen aus 7 Pferden, 59 Rindern, 64 Schweinen, 36 Schafen sowie Geflügel (darunter Enten.
Stift Viktring © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung   Stift Viktring © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Pfarrkirche (Unsere Liebe Frau):
Hochaltar von 1639:
Mittelteil mit Krönung Mariä.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Pfarrkirche (Unsere Liebe Frau):
Hochaltar von 1639:
rechter Seitenteil mit Relief.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Das Äbteverzeichnis nennt von 1143 bis zur Schließung der Niederlassung 1786 insgesamt über 50 Väter der Mönche. Für das Mittelalter hat es Magda Roscher zusammengestellt. In der Frühzeit des Klosters bekleideten sie diese Funktion durch die niedrige Lebenserwartung oft nur wenige Jahre. Im Zuge der josephinischen Klosterschließungen wurde Viktring am 19. Mai 1786 aufgehoben, die Mönche am 1. August ausgesiedelt.
Stift Viktring © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung   Stift Viktring © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Klosterhof mit Marienbrunnen.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Fassadenansicht von Südwesten,
durch Astwerk teilweise verdeckt.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Am 10. November 1788 ersteigerten die Brüder Johann und Christoph Moro einen Teil des Klostereigentums und etablierten dort eine Tuchfabrik. Ab 1897 gehörte das gesamte Stift der Familie Moro. 1925 verkaufte Adeline von Botka, das letzte Mitglied der Familie Moro, die Tuchfabrik „Gebrüder Moro“ an Baron Josef Aichelburg-Zosenegg. Es folgten diverse kurzfristige, industrielle Nutzungen des Stiftes, bis es 1970 in den Besitz der Republik Österreich kam. In den Gebäuden wurde 1977 ein Gymnasium eingerichtet; eine Expositur des 2. Bundesgymnasiums Klagenfurt bezog die Räumlichkeiten. 1980 wurde Viktring als „Realgymnasium unter besonderer Berücksichtigung der musischen Ausbildung“ selbstständig. Am 23. September 1999 fand die offizielle Schuleröffnung des BRG Klagenfurt-Viktring statt.

Heute sind die Stiftskirche und die ehemalige Prälatur
im Besitz der Pfarre Stift Viktring.
www.stiftviktring.at
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Stift_Viktring" der
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