Pfarrkirche Weissenbach an der Triesting
Herz-Jesu-Kirche
Kirchenplatz 2, 2564 Weissenbach an der Triesting
Herz-Jesu-Pfarrkirche in Weissenbach an der Triesting - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Nait lem
Die Herz-Jesu-Pfarrkirche in Weissenbach an der Triesting im Herbst 2012.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Nait lem
Weissenbach an der Triesting ist eine Marktgemeinde am Fluss Triesting im südlichen Wienerwald in Niederösterreich. Eine der bekannten Berge in Weissenbach ist der Peilstein. Als erstes wird Schwarzensee mit dem Bau der Ägidiuskapelle im Jahr 1146 erwähnt. Aber auch Neuhaus wird bereits 1251 im Zusammenhang mit der dortigen Burg Neuhaus (Niwenhaus) genannt. Entlang der Triesting entstehen bereits im Mittelalter Mühlen und Schmieden. Die erste urkundlich erwähnte Mühle wird von Conrad von Arberg 1360 gebaut.
Geschichte
Herz-Jesu-Pfarrkirche in Weissenbach an der Triesting - © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Kirche in Weissenbach an der Triesting um 1909.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Herz-Jesu-Kirche ist eine römisch-katholische Pfarrkirche in Weissenbach an der Triesting in Niederösterreich. Die Pfarrei gehört zum Dekanat Pottenstein im Vikariat Unter dem Wienerwald der Erzdiözese Wien. Die Kirche wurde in den Jahren 1892 bis 1893 nach den Plänen des Architekten Ludwig Schöne als Stiftung von Adolph Freiherr von Pittel erbaut und im Jahre 1946 zur Pfarrkirche erhoben. Die Kirche wurde im Westen des alten Ortskerns in leicht erhöhter Lage errichtet. Die neugotische Saalkirche hat südlich das Presbyterium und nördlich die Turmfassade und hat eine Treppenanlage mit zwei Sandsteinlöwen aus dem 18.Jh., deren offensichtlich bereits stark verwitterter Zustand zu einem nicht mehr verifizierbaren Zeitpunkt mit einer zementgebundenen Kunststeinmasse überarbeitet wurde.
Herz-Jesu-Pfarrkirche in Weissenbach an der Triesting - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Bwag
Innenansicht Richtung Altar der Pfarrkirche Herz Jesu.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Bwag
Das Langhaus hat abgetreppte Strebepfeiler mit Spitzbogenfenstern. Das westlich angebaute Oratorium trägt ein Wappen des Freiherrn von Pittel, östlich angebaut ist die Sakristei. Der Fassadenturm mit Spitzbogenportal trägt ein Tympanonrelief mit Christussymbolen und Hl. Geist, hat eine Fensterrosette und einen reich gegliederten Spitzhelm. Die Dachziegel der Dächer zeigen ein Rautenmuster und sind farblich unterschiedlich glasiert. Das kreuzgewölbte Langhaus mit breiten Gurtbögen hat eine hölzerne Orgelempore.
Herz-Jesu-Pfarrkirche in Weissenbach an der Triesting - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Nait lem
Pfarrkirche mit Kirchenplatz, Weissenbach an der Triesting.
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 Der Kirchenplatz unmittelbar vor der Kirche, eine parkähnliche Anlage aus deren Entstehungszeit, bildet mit seiner mächtigen Lindenallee eine Sichtachse auf die als Point de vue fungierende Turmfassade. Die mit der Kirche in untrennbarem Zusammenhang stehende Parkanlage ist neben ihrer hainartigen Hauptcharakteristik aus Großvegetation (Linde, Ahorn, Douglasie) von zeittypischen Denkmälern, wie Wetterstation und Stifterbüste geprägt. Eine nach Süden leicht ansteigende Topographie der Platzanlage ergänzt die maßgeblich durch rahmende Vegetation gesteigerte Wirkung des Sakralbaus: Ein die Kirche umfriedendes Plateau bewältigt die vorhandenen Niveauunterschiede und schafft eine für das Gotteshaus angemessene, erhabene Positionierung.
Herz-Jesu-Pfarrkirche in Weissenbach an der Triesting - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Nait lem Herz-Jesu-Pfarrkirche in Weissenbach an der Triesting - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Nait lem
Pfarrkirche im Frühling.
Quelle: Wikimedia Commons
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Pfarrkirche im Winter.
Quelle: Wikimedia Commons
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3 Glocken wurden 1951 angeschafft und am 5.5.51 von Kard. Innitzer geweiht. Die Pittelglocke 217 kg läutet 3 mal tägl. 6.00 Uhr, 12.00 Uhr, 19.00 Uhr automatisch; die Marien- oder Friedensglocke 127 kg – läutet einmal täglich um 19.00 Uhr automatisch und die Josefsglocke 106 kg – Sterbeglocke (hl. Josef Patron der Sterbenden). Gesamtgewicht dieser 3 Glocken = 450 Kg; Gesamtpreis damals S 19.032,--. 1 Glocke wurde 1959 angeschafft und am 13.9.1959 von WB Streidt geweiht. Gewicht: 440 kg. Das Gesamtgewicht aller 4 Glocken = 890 kg. Preis der 4. Glocke ca. S 19.000,--, von allen 4 Glocken: 38.000,---. Heute müsste man sicher mit dem 10-fachen Preis – ca. 400.000,-- rechnen. Der Glockenguss besteht aus einer Legierung von 80 % Kupfer und 20 % Zinn. Kupfer gehört zu den Buntmetallen und unterliegt wie die Edelmetalle Gold, Silber und Platin einem Tagespreis, d.h. die Preise sind von der finanziellen und wirtschaftlichen Lage abhängig. Die Glocken sind seit dem Bestehen der Kirche bereits die 3. Garnitur. Die ersten Glocken wurden im 1. Weltkrieg 1914- 1918 für Kriegszwecke abgeliefert. Sie dienten zur Herstellung von Kriegswaffen. Die zweite Garnitur – 3 Glocken – wurden am 17.2.1942 für den gleichen Zweck abgeliefert d.h. beschlagnahmt. Diese Glocken wurden 1924 in der Glockengießerei in Berndorf gegossen und hatten zusammen ein Gewicht von 840 kg. Die kleinste Glocke, sie stammte aus dem Jahr 1867 und wog 100 kg, verblieb am Turm und wurde bei jedem Anlass geläutet bis zum 25.6.1949. Durch die Überbelastung bekam sie einen Sprung und musste durch eine Leihglocke mit nur 60 kg der Glockengießerei Pfundner ersetzt werden. Das automatische Geläute besteht seit Dezember 1959 – vorher händische Betätigung der Glocken mittels Riemen.
Herz-Jesu-Pfarrkirche in Weissenbach an der Triesting - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / Bwag
 Orgelempore der Herz-Jesu-Kirche.
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Die Kirche verfügt über eine Mechanische Glasventilladenorgel gebaut 1893 von einem Kremser Orgelbaumeister (Capek). Sie hat 2 Manuale und 1 Pedal; 11 Register davon 3 für d. Obere Manual, 6 f. d. untere Manual und 2 Bässe. Sie hat ca. 630 Pfeifen (Holzpfeifen Größe ca. 1 ½ bis 2 Meter und Metallpfeifen in verschiedenen Größen). Seit 3.11. 1949 betätigt ein Motor den Blasbalg, vorher musste händisch aufgezogen werden (wäre heute noch möglich) keine leichte Arbeit besonders dann, wenn mit vollem Werk gespielt wurde – großer Luftverbrauch.
Herz-Jesu-Pfarrkirche in Weissenbach an der Triesting - Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / N lemie
Seitenansicht der Pfarrkirche Herz Jesu in Weissenbach an der Triesting.
Quelle: Wikimedia Commons - Lizenz (CC-BY-SA 3.0) / N lemie
Die Turmuhr wird seit 24.10.1989 elektronisch geschaltet, sie erhält ihre Impulse aus Frankfurt. Das automatische Schlagwerk ist gekoppelt mit den beiden größeren Glocken. ¼ Stundenschlag – Pittelglocke von 6.00 bis 22.00 Uhr. Stundenschlag - Herz-Jesu-Glocke zu jeder vollen Stunde bei Tag und Nacht. Vorher wurde die Uhr täglich händisch aufgezogen – Gehzeit max. 25 Std. Pünktliches Aufziehen war daher erforderlich. Während ihrer Dienstzeit hat Frau Maria Gerstacker die Uhr insgesamt ca 12 – 14.000 mal aufgezogen (ca. 520 bis 600.000 Stufen) + 1 Leiter mit ca. 8 Sprossen.  Bis 1. September 1946 war Weissenbach Filiale der Pfarre Neuhaus. Ab diesem Zeitpunkt ist Weissenbach eigene Pfarre und hat ab diesem Tag die eigene Matrikenführung. Alle, die vor dem 1. 9. 46 getauft wurden oder geheiratet haben etc. Müssen Tauf- oder Heiratsurkunde in Neuhaus anfordern. Unmittelbar hinter der Kirche mit regionstypischen Föhren bewachsene Felsausläufer verschaffen dem Ensemble aus neogotischer Architektur und Natur zusätzlichen metaphorischen Gehalt.
pfarre-weissenbach.at
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Herz-Jesu-Kirche" der
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