Pfarrkirche Zellerndorf
Pfarrkirche Hl. Philipp und Jakob
Zellerndorf 14, 2051 Zellerndorf
Pfarrkirche Zellerndorf © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Pfarrkirche Zellerndorf  (Hl. Philipp und Jakob) mit Karner von Süden.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Die Pfarrkirche hll. Philipp und Jakob ist ein gotischer Bau mit stattlichem Westturm, einfachen gotischen Strebepfeilern und heruntergezogenem Satteldach, der in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts vermutlich über frühmittelalterlichen Fundamenten errichtet und 1729 barockisiert wurde. Der fünfzonig gegliederte Turm hat Schießschartenluken und gekuppelte gotische Fenster, im Schallgeschoß Rundbogenfenster, darüber Uhrengiebel und Pyramidenhelm. Zellerndorf ist eine Marktgemeinde im Bezirk Hollabrunn in Niederösterreich. Zellerndorf liegt im Weinviertel in Niederösterreich im "Retzer Land" in unmittelbarer Nähe zu den Städten Retz und Pulkau.
Geschichte
Pfarrkirche Zellerndorf © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Übersicht von Westnordwesten. Kirche im Vordergrund, Ort stark verdeckt; 1929.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Kirche aus dem 14. Jahrhundert mit zahlreichen Bauelementen aus der Gotik. Ein achteckiger frühgotischer Quaderbau befindet sich südlich des Chores der Pfarrkirche
Der stattliche gotische Bau mit dominierendem Westturm stammt aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts, das Langhaus wurde über frühmittelalterlichen Fundamenten errichtet und im Jahre 1739 barockisiert. Das dreischiffige, dreijochige Langhaus mit gestaffeltem Aufriß war ursprünglich flachgedeckt (Reste des mittelalterlichen Traufgesimses sind am Dachboden erhalten).
Pfarrkirche Zellerndorf © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Portal der Pfarrkirche Zellerndorf; 1931.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Über den die Schiffe trennenden gotisch abgefaßten Spitzbodenarkaden auf Achtseitpfeilern ist ein barockes Gewölbe aufgesetzt. Eine kleine gotische Kapelle aus dem 14. Jahrhundert ist vom südlichen Seitenchor aus durch eine weite, gedrückte, profilierte Arkatur zugänglich. Der Hochaltar stammt aus dem Jahre 1988 - der Aufbau ist mit Wimpergen und Astwerkdekor ausgestattet, das Altarblatt zeigt die Mariekrönung, flankiert von den spätgotischen Figuren der heiligen Peter und Paul um die Mitte des 15. Jahrhunderts.
Pfarrkirche Zellerndorf © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Pfarrkirche (Hl. Philipp und Jakob) mit Karner von Südwesten.
Ledermann, Postkartenverlag; 1929.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
 Zwei gleichartig gestaltete neugotische Seitenaltäre zeigen links das Altarblatt Herz Jesu und rechts Herz Mariae. Die Kanzel ist mit Reliefdarstellungen der vier Evangelisten am polygonalen Korb ausgestattet. Unter dem Triumphbogen befindet sich ein freihängendes barockes Kruzifix um 1760. Ein barockes Leinwandbild mit Darstellung der Marter Dolorosa ist bezeichnet mit 1728. Der gotische Karner, der südöstlich der Kirche steht, stammt aus dem zweiten Viertel des 14. Jahrhunderts.
Karner
Pfarrkirche Zellerndorf © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Kirche mit Karner; 1931.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts stammt der gotische Karner in der Nähe der Pfarrkirche. Er hat ein durch Blendgiebel abgesetztes Pyramidendach mit abschließendem Steinkreuz über einem oktogonalen Bau mit Strebepfeilern. Der Karner und die Pfarrkirche von Zellerndorf sind Denkmalgeschützt.
Sage der Zellerndorfer  Kirche
Pfarrkirche Zellerndorf © ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Pfarrkirche (Hl. Philipp und Jakob) von Südsüdosten; 1935.
© ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung
Als die Zellerndorfer beschlossen hatten, eine Kirche zu bauen, suchten sie nach einem geeigneten Platz. Bald waren sie einig, dass das Gotteshaus mitten im Ort stehen sollte. So brachten sie zunächst eine große Menge an Steinen herbei, um dann damit ein festes Mauerwerk zu errichten.

Doch kaum hatten sie aus den schweren Quadern die Grundmauer errichtet und einige Scharen aufgesetzt, so dass der Grundriss gut zu erkennen war, da wunderten sie sich am nächsten Morgen: Auf einer Anhöhe außerhalb des Ortes entdeckten sie denselben Grundriss mit denselben Mauern wie im Ortsinneren. Sie erkannten das Ebenbild jener Kirche, die sie im Ort errichtet hatten. Nur ward bei diesem Mauerwerk, das über Nacht aus dem Nichts entstanden war, kein einziger Arbeiter je gesehen worden. Einige meinten, dass hier nur Engel am Werk gewesen sein könnten und sahen darin einen Fingerzeig Gottes. Sie rissen ihr begonnenes Werk ab und vollendeten jenen Bau außerhalb des Ortes, der auf so geheimnisvolle Weise entstanden war.

Hier steht die Kirche mit dem Karner heute noch und blickt weit ins Land. Die Niederung hingegen wurde im Lauf der Jahrhunderte immer wieder von der Pulkau überschwemmt.
Text der Sage auszugsweise aus
www.sagen.at
www.erzdioezese-wien.at/zellerndorf
Dieser Bericht basiert auf dem Artikel "Mönchtum" der
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